Statuetten
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Statuetten, Statuen, Skulpturen

Foto oben: Bronzestatuetten werden von ihrer Ton-Umhüllung in kochendem Wasser befreit

Sie können wachsen. Sie müssen aber nicht. Klein stehen sie schon bei mir. Sie können auch bei dir stehen. Bevor sie nicht von dir gekauft wurden, vermehren sie sich kaum: Ich stelle meine Wartezimmer nicht voll mit Statuen, nicht mal mit Statuetten. Es gibt nur wenige Gestalten bei meinen Statuen. Also da bin ich kein so explosiver Typ, wie ich es beim Malen, beim Filmen und Fotografieren bin.

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Es gibt ein abstraktes Quartett - die "Abendstimmung" - drei Gebilde, vage angelehnt an drei Pyramiden, im Prinzip auch mit den Farben des Abendrotes gekoppelt - und ein viertes, von den drei anderen, als seien sie Raumachsen, hoch-runter, längst und quer, durchschossenes Gebilde, das die Farbe der grellen Sonne, ein Beinah-Weiß, bekommt, wozu die drei Raumachsen rot, blau und orange beisteuern.

Es gibt die "Eiserne Party", ein Sozialgebilde mit etwa acht Teilnehmern, es können auch mal mehr werden. Sie kennen sich nicht sonderlich. Sie treffen aber aufeinander. Sie tragen ihre privaten Macken, mit einigem Leiden, in sich. In ihrer Begegnung steckt mancher Wahnsinn, der aber nur mal in Sondermomenten herauskommt: Im Verlauf der Eisernen Party stirbt ein Teilnehmer, siecht vor sich hin, sagt, dass er gleich stirbt - und die anderen überhören ihn, halten das für ein Partyspiel, glauben ihm nicht, reißen Witze in seine Richtung, geben einen schulterklopfenden Kommentar zu ihm ab "wird schon wieder werden". Sowas ist in der Wirklichkeit tausendmal passiert. Die "Eiserne Party" wirft nun einen Blick auf diese Teilnehmer aus Sicht des Sterbenden. Also dieser Moment, wo man eine Sekunde lang einiges erkennt, schlicht aus dem Druck heraus, dasss man weiß, dass es gleich mit dem eigenen Erkennenkönnen vorbei ist.

Vielleicht gibt es noch "Rund um die Uhr". Das Feiern des Tages, das Eingehen auf die babylonische Zwölfteilung des Tages - das gefällt mir. Dieser Einklang mit den zwölf Monaten des Jahres - das lässt sich in Menschen hineingießen. Grafisch habe ich das schon getan . Um ein Haar hätte ich auch schon 2018 ein ganztägiges Ritual in diesem Sinne am Tag der Sommersonnenwende aufführen lassen - das Konzept besteht seitdem. Langfristig kann es ein gefühlte vier Stunden langes Bühnenstück dazu geben - der Text ist roh schon vorhanden -  und acht weitere Stunden mag eine in der Besetzung rotierende Band dazu spielen - und richtig, dann kann das Geschehen ja "Rund um die Uhr" sich drehen. Aus solchem Pracht-Konzept heraus können auch zwölf Statuen, angelehnt an meine zwölf grafischen Gestalten, für Kunstfreunde erstellt werden.

Hier nun auf den Unterseiten zeige ich bisher Entstandenes. Zunächst bemalte ich für "Wortschau", einer Ausstellung mit Werken rings um wort.land, acht Papiersäulen. Sie enthielt acht Stimmen der "Eisernen Party", wunderbar vorgetragen zum Teil von Profis der Gesangs-Improvisation, zum Teil von Freunden. Vor dem abschließenden Verbrennen der Papiersäulen fertigte ich einen Film an. Für die "Eiserne Party" erstellte ich als zweites handteller-kleine Statuetten aus lila Plastikmasse, als drittes vier Statuetten aus Bronze - die kommen den Verkaufsfiguren schon nahe. Ein Aquarell, dass die eisernen Partywesen zeigt, gibt es auch.